Schlosskonzerte 2020

8. Februar 2020, 19.30Uhr
RUGGIERO
„Die Befreiung Ruggieros von Alcinas Insel“
Francesca Caccini: die erste Frau, die eine Oper komponierte.

Das erste Konzert unserer Jubiläumsreihe "Concerto delle Donne" im Schloss Schönefeld wird einer Frau gewidmet sein, die um 1600 am Hof der Medici in Florenz als Musikerin anerkannt war. Anfang des 17. Jh., als Monteverdi und seine Zeitgenossen die ersten Opern komponierten, wagte auch sie sich an diese neue Gattung und schrieb die bis heute erhalten gebliebene Ballettoper "La Liberazione di Ruggiero dall'isola d'Alcina".

Wir können die Oper im Rahmen unserer Schlosskonzerte nicht aufführen. Aber wir geben Ihnen in einer kleinen Zeitreise einen Eindruck, wie das berühmte Thema von Ruggiero und Orlando auch weiterhin in der Musikgeschichte verarbeitet wurde. Es erklingen instrumentale Werke aus dem 17. Jh. Außerdem wird Stefan Kunath zum Thema passende Arien aus Opern von Händel, Vivaldi und Lully singen.

Um die Komponistinnen der Zeit auch musikalisch zu Wort kommen zu lassen, werden wir 2 Sonaten von Isabella Leonarda aufführen. Sie war Nonne im Kloster in Novara.

Chursächsische Capella Leipzig
Stefan Kunath Alt
Werke von Merula, Vitali, Händel, Vivaldi, Lully u.a.

 

14. März 2020, 19.30 Uhr
Concerto delle Donne

Jubiläumskonzert „25 Jahre Schönefelder Schlosskonzerte“
Werke von Händel, Purcell u.a.

Stefan Kunath Alt
Chursächsische Capelle Leipzig

Wir freuen uns, gleich noch einmal Stefan Kunath als Solisten gewinnen zu können. Anlehnend an das Programm mit Michael Chance am 19. März 1995 werden vor allem bekannte Werke von Händel und Purcell erklingen. Außerdem führen wir die Kantate "Medea" von Antonio Caldara auf. Und für alle, die im letzten Konzert zum Thema"Ruggiero" dabei waren: Wir  vervollständigen die "Ruggieros" mit einer kleinen Suite aus "Roland" von Lully.

 

21. Juni 2020 (Sonntag!), 15.00 Uhr
Gemeindegarten der Katholischen Pfarrei, Ossietzkystraße 60 04347 Leipzig
Die Musen August des Starken  (zum 350. Geburtstag)
Sommerfest

Werke von Lully, Schmidt, Brescianello u.a.

Auf Grund von geplanten Bauarbeiten an der Schönefelder Gedächtniskirche  wird in diesem Jahr unser Sommerfest direkt gegenüber,  im Garten der katholischen Pfarrei in Schönefeld stattfinden.

Wir möchten Ihnen anlässlich des 350. Geburtstages Augusts des Starken ein höfisches Fest zur seiner prunkvollen Zeit am Dresdner Hof darbieten. Zum Jahresthema "Concerto delle Donne" werden dabei seine Musen im Mittelpunkt stehen. Maria Aurora von Königsmarck, seine erste offizielle Muse, war eine sehr kluge und gebildete Frau. Sie dichtete und komponierte, sie tanzte und sang bei Opernauffürungen am Dresdner Hof. Aus diesen, hauptsächlich vom Hofkapellmeister Johann Christoph Schmidt komponierten Werken erklingen Tänze und instrumentale Arien. Desweiteren werden Concerti und andere Werke aus dem reichen Fundus der Dresdner Bibliothek aufgeführt.

 

29.  August 2020, 15.00 Uhr und 19.30 Uhr

Musik am Hof der Wilhelmine von Bayreuth
Werke von Kleinknecht und Pfeiffer

Unser Konzert am 29. August 2020 wird  in der Katholischen Kirche Schönefeld 2 x stattfinden:
15.00 Uhr (Einlass ab 14.30 Uhr) und 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr)

Wilhelmine von Bayreuth war die Schwester von Friedrich dem Großen und ging nicht nur durch ihre Memoiren in die Geschichte ein. Am Hof in Bayreuth pflegte sie die Musik und die Wissenschaften, stand im Briefwechsel mit Voltaire und spielte Laute. Sie komponierte selbst und scharte zahlreiche Künstler um sich. Im Konzert erklingen kleinbesetzte Kammermusikwerke von Kleinknecht und Pfeiffer, beides Mitglieder ihrer Hofkapelle.
 
Eine weitere Komponistin weilte auch eine  Zeit lang in Bayreuth: Anna von Bon di Venezia. Auch von ihr wird eine Sonate im Konzert zu hören sein.

 

24.  Oktober 2020, 15.00 Uhr (Einlass 14.30 Uhr) und 19.30 Uhr (Einlass 19.15 Uhr).
Katholische Kirche Leipzig Schönefeld

Paris au Palais
Frauen im Pariser Musikleben
Werke u.a.v. A.P. Bembo und É.-C. Jaquet de La Guerre

„Paris au Palais“ stellt zwei Komponistinnen vor, die das Pariser Musikleben zum Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jh. mitbestimmten. Antonia Padoani Bembo kam aus Venedig und trat in Paris als Sängerin und Komponistin in Erscheinung. Die begabteste Schülerin von Francesco Cavalli widmete sich dann ausschließlich dem Schreiben von Musik und komponierte ab 1654 in allen wichtigen Gattungen ihrer Zeit.

Élisabeth-Claude Jacquet de La Guerre war neben ihrer Komponistentätigkeit eine gefeierte Cembalistin. König Ludwig XIV. unterstützte sie finanziell und ließ später ihre kompositorischen Werke zur Aufführung bringen.

Aktualisierung: 24.10.2020