Schlosskonzerte 2013

07.12.2013

16.00 Uhr

Weihnachtskonzert
Werke von Corelli, Zachow, Telemann u.a.

Unser Weihnachtskonzert muss leider auch in diesem Jahr wieder im Historischen Saal im Restaurant "Aufgehende Sonne" stattfinden. Aber dort ist genug Platz, so dass Sie auch viele Gäste mitbringen können.

Das weihnachtliche Programm mit zwei Violinen, Violone und Cembalo gibt einen kleinen Rückblick auf das vergangene musikalische Jahr. Im Mittelpunkt stehen dabei Kompositionen von Arcangelo Corelli, dessen 300. Todestag in diesem Jahr gewürdigt wurde, sowie seines Schülers Giovanni Stefano Carbonelli, über den bei Wikipedia zu lesen ist:

Carbonelli hinterließ eine Sammlung von 12 Violinsonaten mit Generalbass. Diese orientiert sich am Stil Corellis... Im Laufe seiner Zeit in England vernachlässigte er mehr und mehr das Violinspiel, um sich dem einträglicheren Handel mit italienischen Weinen zuzuwenden. (Zitat)

Des weiteren gibt es auch zwei mitteldeutsche Jubilare:

Johann Ludwig Krebs (300. Geburtstag) und Friedrich Wilhelm Zachow (350. Geburtstag).

Vom Programm mit "Kleiner Tafelmusik" wird eine Triosonate von Telemann erklingen, die damals nicht mehr ins Programm passte.

Wir beginnen unser Konzert schon 16 Uhr, damit auch alle, die nicht so gerne im Dunkeln noch hinausgehen oder den Abend lieber gemütlich zu Hause verbringen möchten, mit dabei sein können.

 

12.10.2013

19.30 Uhr

Amusements
Ein Konzert der Reihe "Das besondere Instrument" - Werke u.a. für barocke Drehleier und Bassoboe

Chursächsische Capelle Leipzig

Im Konzert "Amusements" erleben Sie im Schloss Schönefeld nun eigentlich die Weiterführung des diesjährigen Sommerfestes. Dabei kommen gleich zwei "besondere" Instrumente zum Klingen, die Bassoboe und die Drehleier.

Die Drehleier (französisch Vielle) erfuhr für kurze Zeit im 16. Jahrhundert und für längere Zeit im 18.Jh. eine Blütezeit am französischen Hof, als die aristokratische Gesellschaft mit der Schäfermode auch die Instrumente der Schäfer in die Salons holte. Neben der Musette (eine Form des Dudelsacks) wurde die Drehleier zu einem Modeinstrument, für das in dieser Zeit Lehrwerke, Instrumental - und Orchesterstücke geschrieben wurden. Monteclair, Boismortier, Hotteterre und die Brüder Chedeville schrieben u.a.für das Instrument. Nicolas Chedeville wollte auch die italienische Musik für die Drehleier zugänglich machen und veröffentlichte Vivaldi's Vier Jahreszeiten unter dem Namen "Les Saisons Amusantes" in einer Fassung für Violine, Drehleier, Flöte, Oboe und Basso Continuo...

In seinen Sonaten  "Il pastor fido" komponierte Chedeville auch eigene Stücke im Stile Vivaldi´s für das Instrument... Virtuosen der Zeit waren Baton und Ravet. Auch Königin Maria Lezcinska, Gemahlin Ludwigs des XV., galt als gute Spielerin, ebenso wie ihre Töchter  Henriette und Adelaide. Seit dem Regierungsantritt XV.(1774) nahm die Begeisterung der höfischen Gesellschaft allmählich ab und mit der Revolution ca.1790 fand auch diese Modeerscheinung ein Ende.(Christian Walter)

Hören Sie Frédérique Brillouin an der Bassoboe und Christian Walter mit der Drehleier zusammen mit der Chursächsischen Capelle Leipzig.

 

07.09.2013

19.30 Uhr

Taffel-Lustmusik
Tafelmusik von Biber, Telemann, Capricornicus und Schnell

Chursächsische Capelle Leipzig

Im vergangenen Jahr spielte die Chursächsische Capelle Leipzig zu ihrem Sommerfest Tafel- und Jagdmusiken. Im Mittelpunkt stand natürlich eine große Suite aus Telemanns "Tafelmusik". Diese aus drei Teilen bestehende Tafelmusik beinhaltet nicht nur großbesetzte Suiten und Konzerte mit Trompeten, Oboen und Flöten, sondern auch Kammermusik für einzelne Instrumente. Auch von anderen Komponisten gibt es kleinbesetzte Werke für kleinere Tafelrunden. Im Konzert wird nun eine sehr abwechslungsreiche Auswahl dieser "kleinen" Tafelmusik erklingen.

Österreichisch wird mit Bibers ,,Mensa Sonora" beköstigt, in Süddeutschland schreibt in Stuttgart Capricornicus eine "Taffel-Lustmusik" und Johann Jakob Schnell aus Bamberg eine ,,Angenehme Tafelmusik". Jahre später komponierte auch Graupner Musik für eine Tafel. Und um den Faden zurück zum damaligen Sommerfest zu spinnen, wird Dorothea Vogel eine Sonate mit einem Jagdsatz von Mondonville spielen.

Obwohl es zur Musik keine fürstlich gedeckte Tafel geben wird, werden Sie den Ohrenschmaus gewiss nicht bereuen. 

 

15.06.2013

16.00 Uhr

Schäferstündchen - Ein Fest auf dem Lande
Barockes Sommerfest in Schloss und Park

Chursächsische Capelle Leipzig

 

Wie jedes Jahr lädt die Chursächsische Capelle Leipzig zum Sommerfest ein. In diesem Jahr soll es ein Schäferstündchen mit vielen Pastoralen, Flötenklängen, Geigenzauber und kulinarischen Köstlichkeiten, ein richtiges Fest auf dem Lande werden!

Musikalisch werden Tänze und Melodien von Telemann, Pez, Purcell und Lully zum Genuss am Nachmittag beitragen. Kaffee und Kuchen sind wie immer im Kartenpreis inbegriffen, außerdem gibt es von Jaques Weindepot kleine Leckereien und  Getränke.

Für die verschiedenen Schau- (hör)plätze am Schloss und Park darf der Zuhörer gerne einen eigenen Campingstuhl mitbringen. Und natürlich sonniges Wetter, dafür bedankt sich die Capelle mit schöner, festlicher, fröhlicher Barockmusik in bunten Sommerkleidern.
 

26.01.2013

19.30 Uhr

Basso virtuoso
Der auf den Arm genommene Bass

Chursächsische Capelle Leipzig

 


Ein Violoncello an der Schulter gespielt, geht denn das? Was bedeutet eigentlich 8 Fuß? Ein Bassspieler mit acht Füßen? Was ist ein Bassel? Kann ein Violone auch solistisch erklingen?

Wenn Sie zum Schönefelder Schlosskonzert am 26. Januar 2013 kommen, dann erfahren Sie viele interessante, heitere und wissenswerte Details rund um die tiefen Streichinstrumente. Neben einem Violone erklingt ein sehr selten zu hörendes Bassinstrument, dessen Original im Leipziger Musikinstrumentenmuseum zu sehen ist. Johann Sebastian Bach selbst soll es beim Instrumentenbauer Johann Christian Hoffmann (ca. 1683-1750) in Leipzig bestellt haben. Der Name des Instrumentes ist Viola pomposa, bekannter ist allerdings der Begriff Violoncello piccolo. Es wird auch Viola da spalla genannt, weil dieses kleine Violoncello an der Schulter gespielt wird, sozusagen auf den Arm genommen!

 

04.05.2013

19.30 Uhr

Das Fach neben Fasch
Neuentdeckungen aus dem "Schranck II"

Chursächsische Capelle Leipzig

 

1688 wurde Johann Friedrich Fasch geboren. Anlässlich seines Geburtstages stöberte die Chursächsische Capelle Leipzig erneut  im "Schranck II" der Sächsischen Landes-und Universitätsbibliothek (SLUB). Alle dort erhaltenen Kompositionen sind in verschiedenen Fächern aufbewahrt. In den Fächern neben Fasch wurde man fündig:

Fiorelli und Frey im 4.Fach, Fux nicht weit entfernt, Kunze und Bitti etwas weiter weg.

Die Auswahl ist wie immer groß, vielleicht erklingen wirklich nur unbekannte Werke. Aber ein Fasch und auch etwas von Fux vom Fach nebenan sollten dabei sein.

Feiern Sie mit den Musikern in der Besetzung 2 Violinen,  Viola da gamba und Cembalo den 325. Geburtstag von Johann Friedrich Fasch.

PS:

Nachdem Dorothea Vogel zu einem Sommerfest ein virtuoses Violinkonzert von Schreyvogel aus der Sammlung im "Schrank 2" dargeboten hatte, steht nun eine kleine Triosonate von einem gewissen Sign. Vogel auf dem Programm. Eventuelle Verwandtschaft wäre zufällig und müsste erst nachprüft werden.

Aktualisierung: 21.03.2014